Meiner langen Erfahrung nach gibt es einige Fehler, die von Bewerbern immer wieder gemacht werden. Dabei sind die häufigsten Fehler allesamt vermeidbar. Nachfolgend möchte ich einige häufige Fehler aufzählen.
Verzichten Sie darauf, sich als "Alleskönner" darzustellen, indem Sie jeden Job, jede Qualifikation und jede Erfahrung auflisten. Natürlich ist es verlockend, dem potentiellen Arbeitgeber zu vermitteln, man könne ein möglichst breites Aufgabenspektrum erfüllen. Doch mit Ihren spezifischen Stellenbeschreibungen suchen die Unternehmen Spezialisten und keine "Allrounder".
Seien Sie daher bei der Anpassung mutig und versuchen Sie, sich eindeutig zu positionieren. Damit vermitteln Sie, dass der Job für Ihr Profil wie gemacht zu sein scheint.
Die häufigste Fehlerquelle überhaupt sind Rechtschreibfehler.
Überprüfen Sie das Dokument mit einem Programm auf Rechtschreibfehler und lassen Sie Ihren Lebenslauf von einem Profi korrekturlesen.
Oft werden bei Schilderung der beruflichen Praxis nur die Positionen und Arbeitgeber vergangener Beschäftigungsverhältnisse genannt. Erläuterungen der Aufgabenbereiche werden zugunsten der Nennung aller bisherigen Arbeitgeber weggelassen.
Konzentrieren Sie sich auf die für die angestrebte Stelle wichtigsten ehemaligen Arbeitgeber und erklären Sie, wie im Kapitel Berufliche Praxis beschrieben, was Sie dort gemacht haben und vor allem welche Ergebnisse Sie erzielt haben. Das sind mitunter die wichtigsten und damit entscheidungsrelevantesten Informationen, die Sie dem Personalverantwortlichen präsentieren können.
Dass fast jeder Lebenslauf Lücken aufweist, ist jedem Personaler bewusst. Trotzdem versuchen viele, den Personalverantwortlichen erst einmal über Lücken durch Nichterwähnung im Unklaren zu lassen. Ein geschultes Auge sieht das sofort.
Verschweigen Sie Lücken nicht. Erklären Sie sie, indem Sie den Zeitraum festhalten und Ihm einen geeigneten Gliederungspunkt zuordnen. Benutzen Sie Lückenfüller wie Fortbildung, Kinderversorgung, berufliche Neuorientierung, Auslandsaufenthalt oder ähnliches. Bedenken Sie dabei, dass Sie so etwas im Ernstfall auch erklären bzw. belegen können müssen.
Der Verlockung, falsche Angaben zu machen, können sich nur die wenigsten entziehen. Oft werden Verantwortlichkeiten ausgedehnt, Fähigkeiten besser dargestellt als sie sind oder sogar ehemalige Arbeitgeber frei erfunden.
Auch für den Lebenslauf gilt: Ehrlich währt am längsten. Der Leser möchte ehrlichen Aufschluss über Ihre Person erhalten und erwartet von Ihnen eine gewissenhaft Anfertigung des Lebenslaufs. Andernfalls könnte er das Gefühl bekommen, dass Sie seine kostbare Zeit verschwenden. Wenn eine auch noch so kleine Lüge auffliegt, haben Sie nur noch geringe Chancen auf eine Einstellung. Noch mehr Pech haben Sie, wenn Ihre Lüge erst nach der Einstellung enttarnt wird. Das kann Sie den Job kosten und reißt Ihnen eine Lücke in den Lebenslauf.
Wie in den ersten Kapiteln beschrieben, sollte der Lebenslauf klar und gradlinig sein. Häufig werden allerdings einzelne Punkte bis ins kleinste Detail erklärt. Das strengt an, da der Leser die wichtigen Informationen nicht "serviert" bekommt, sondern diese im Geiste selbst herausfiltern muss.
Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken und formulieren Sie diese knapp, präzise und zutreffend.
Die Gliederungspunkte fokussieren den Leserblick und sollen den Leser darauf vorbereiten welche Art von Informationen Ihn in den folgenden Zeilen erwarten wird. Schwach gewählte Begrifflichkeiten wie "Hobbys", "Sonstiges", "Bildung", "Mitgliedschaften" und ähnliches lassen nicht besonders viel erwarten.
Aus "Hobbys" wird "Interessen", aus "Sonstiges" wird "Zusätzliche Aktivitäten" usw.